Definition
Wenn wir von Cellulite sprechen, beziehen wir uns auf Unregelmäßigkeiten im subkutanen Gewebe (befindet sich direkt unter der Haut), welche hervorgerufen werden wenn sich die Adipozyten (Zellen des Fettgewebes) extrem in Anzahl und Größe vermehren. Dies drückt auf Blut- und Lymphkapillaren, was wiederum die Blutzirkulation erschwert und zu Verstopfungen führt, sodass der Abtransport von Schadstoffen verhindert wird. Diese Zellen durchdringen die Gefäßwände, lagern sich im umliegenden Gewebe ab und durch die Dehnung kommt es zu dem sogenannten Orangenhaut-Effekt. Diese Dellen voller Adipozyten bestehen aus Kollagenfasern, die nicht bereits ihre Elastizität verloren haben.
Der Ursprung
Cellulite ist unter anderem hormonell und genetisch bedingt und hängt von Problemen der Blutzirkulation und Wassereinlagerungen ab. Sie kann außerdem verschlimmert werden durch externe Faktoren wie Essgewohnheiten, Alkohol- und Nikotinkonsum, ungenügende Bewegung, die Einnahme bestimmter Medikamente (wie z.B. die Anti-Baby-Pille), Übergewicht und Stress.
Cellulite ist keine Krankheit
Cellulite ist im Allgemeinen nicht schmerzhaft (es kann zu konzentrierten Schmerzen kommen aufgrund von Blutzirkulationsschwierigkeiten oder in den Tagen vor der Menstruation) oder wird als schädlich für die Gesundheit befunden: Cellulite ist ein rein ästhetisches Problem und aus diesem Grund müssen wir ihm auch entsprechende Aufmerksamkeit widmen.
Wen betrifft Cellulite?
Weniger betroffen sind große und schlanke Frauen. Cellulite kommt vor allem bei den Frauen vor, die aufgrund ihres Hormonhaushalts besonders weiblich sind. Das verantwortliche Hormon ist Östrogen, welches nicht nur für die Zellteilung, sondern auch für die Struktur des Bindegewebes zuständig ist. Mit einer falschen Ernährung und wenig physischer Aktivität nisten sich die Fettzellen in ihrer Breite im Gewebe an. Während der Schwangerschaft kommt es zu einer erhöhten Östrogenproduktion, sodass die ersten “ernsthaften” Anzeichen in dieser Zeit auftreten sollten.
Erste Anzeichen erkennen
Jahrelang hat sich die “Kneiftest” als effektives Verfahren erwiesen um Cellulite zu erkennen. Hierzu nehme man die entsprechende Hautpartie zwischen Finger und Zeigefinger, drücke diese zusammen und suche nach Dellen. Heute spricht man von Cellulitis, wenn sich die Haut sich leicht kräuselt.
Phasen von Orangenhaut
Schaut man sich im Spiegel an. lassen sich je nach Grad 3 verschiedene Phasen erkennen;
Phase I: Aufrecht stehend oder liegend lässt sich kein Unterschied feststellen, beim Kneiftest bilden sich Dellen.
Phase II: Im Liegen ist die Haut glatt, im Stehen werden Dellen sichtbar.
Phase III: In jeder Position sind Dellen sichtbar.
Die Natur der Cellulite
Es gibt nicht nur einen Typ von Cellulite sondern mehrere:
1. Die wässrige Cellulose: 75% der Cellulosevorkommen sind dieser Art. Wenig konzentriert tritt sie meist dann auf, wenn sich der Körper hormonell verändert, so z.B bei dem prämenstruellem Syndron, der Pubertät, während der Schwangerschaft oder der Menopause. Wasser lagert sich an, wenn wegen aufgeblähten Fettzellen Blut und Lymphe nicht wie vorher abfließen können.
2. Die fetthaltige Cellulose: Sie hat eine weißliche Farbe und findet sich meistens Po und Hüfte oder der Innenseite der Knie. Manchmal wird sie begleitet von Übergewicht.
3. Die faserige Cellulose: Sie ist bereits jahrelang ansässig, verhärtet und schmerzt beim Kneifen.
Der Kampf gegen Cellulite
a. Eine ausgewogene Ernährung ist von essenzieller Bedeutung, Gemüse, Hülsenfrüchte und Proteine sollten die Base bilden. Proteine sind unsere Freunde:
- Sie sind sättigend (natürliche Appetithemmer).
- und versorgen unsere Muskeln im Kampf gegen die Verschlaffung mit Nährstoffen.
b) Pro Tag mindestens 1 Liter Wasser trinken. Wasser reinigt den Körper von Giftstoffen, am besten nimmt man kleinere Mengen Wasser über den Tag verteilt zu sich.
c) Man sollte Dosen, Frittiertes, Süssigkeiten und Wurstaufschnitt aus seinem Essensplan streichen, da sie alle zu Wasseransammlungen im Gewebe führen und es dort speichern - eine teuflische Störung in unserem Körper, da Giftstoffe nicht mehr abgeführt sondern angelagert werden.
d) Nikotin und Kaffee führen zu Gefäßverengungen und sollten wenn möglich gar nicht konsumiert werden. Sie verkleinern die Blutgefäße, stören die Blutzirkulation, sodass perifäre Regionen im Körper schlecht bis gar nicht durchblutet werden und stören den Stoffwechsel des Bindegewebes.
e) Alkoholische Getränke sollten ebenfalls reduziert oder aus dem Konsumplan gestrichen werden, da sie Wasser im Körper anlagern.
f) Sehr eng anliegende Kleidung stört die Blutzirkulation und Schuhe mit hohem Absatz verhindern, dass die Beinmuskulatur korrekt benutzt wird.
g) Sportliche Aktivitäten zum Aufbau der Muskulatur ist sehr wichtig. Hierbei haben wir in den konjugierten Linolsäuren einen Verbündeten: Sie fördern die (Aus-)Bildung von fettfreiem Gewebe. Desweiteren reduzieren sie das Körperfett und können für Diabetiker von großem Nutzen sein, da sie einen zu hohen Blutzuckerspiegel verhindern. |